5 Tipps zur Wein auswahl

Letzte Aktualisierung am 15.12.2018 | Lesedauer ~ 5 Minuten | Autor Teelko Rh

5 Tipps zur Wahl des perfekten Weines

Entgegen landläufiger Meinungen muss guter Wein weder alt noch teuer sein. Doch wie genau lässt sich ein guter Wein von einem schlechten Wein unterscheiden? Nun, zunächst ist ein guter Wein komplex im Geschmack und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Es gibt jedoch mehr Formen der Selektion als das klassische Schwenken, Riechen und Nippen.

1. Das Überprüfen der Rückseite

Der erste Eindruck ist nicht alles. Das Lesen der Rückseite verhilft zu mehr Informationen über den Wein. Manchmal finden sich Hinweise über die Qualität des Weins, wie die verwendeten Weintrauben, den Reifungsprozess, Importeure und die Region. Es lohnt sich hier nach Siegeln zu suchen, die auf Rezensionen oder Preise hindeuten – alles Zeichen eines guten Weins.

Einfach, jedoch bewährt ist auch die Nachfrage, zumindest beim Besuch eines renommierten Weinladens. Ähnliches gilt auch bei einem Restaurantbesuch. Bei Unsicherheit ist es stets der beste Rat nach einer Empfehlung zu fragen.

2. Der Geruch des Weins

Bezüglich des Geruchs des Weins kommen die klassischen Formen des Testens zur Geltung: Schwenken und Riechen. Der Geruch des Weins lässt sich danach unterscheiden, wie viele verschiedene Noten wahrgenommen werden. Wenn man zum Beispiel Honig, Pfeffer, Äpfel, Eiche und andere herausriechen kann, dann deutet dies auf einen guten Wein hin. Allgemein lässt sich sagen, dass ein Wein umso besser ist, je mehr verschiedene Noten unterschieden werden können.

3. Die Benutzung der Zunge für das Schmecken

Nach dem Schwenken und Riechen ist die Probe der nächste Schritt. Hierbei ist der empfohlene Weg den Wein langsam, um die Zunge schwenken zu lassen. Die Zunge ist besonders sensibel und fähig verschiedenste Geschmäcker zu unterscheiden. Ähnlich dem vorherigen Schritt, gilt es mit der Zunge die verschiedenen Noten zu erschmecken. Als Grundregel gilt hier: Solange es balanciert ist und keinen schwefligen Geruch hat, gilt, dass ein komplexerer Wein eine größere Zahl verschiedener Noten hat. Ein noch besseres Zeichen ist, wenn der Geschmack des Weins länger auf der Zunge verweilt. Die Kombination von verschiedenen Geschmacksnoten mit einer langen Verweildauer deutet in den meisten Fällen auf einen qualitativ-hochwertigen und komplexen Wein hin.

4. Recherche zu den Regionen

Es lohnt sich ein Grundwissen über die verschiedenen Anbauregionen und die Wetterbedingungen der einzelnen Jahre in selbigen zu erlangen. Ein Bordeaux von 2005 lässt sich mit genügendem Hintergrundwissen schnell als guter Wein klassifizieren. Dies ist besonders wichtig, da extreme Wetterbedingungen wie Hitze oder Kälte oder zu starker Regenfall die Qualität der Ernte negativ beeinflussen. In diesem Sinne ist auch wichtig sich nicht durch das Alter des Weins täuschen zu lassen. Viele günstige Weine sollen jung getrunken werden, Weißweine sollte man in der Regel nach ein bis zwei Jahren verbrauchen, Rote Weine nach zwei bis drei Jahren. Weine von höherer Qualität lassen sich auch drei bis zehn Jahre oder sogar länger lagern.

5. Persönliche Präferenzen

Dieser Punkt ist der wichtigste. Gemeinhin gilt, ein guter Wein ist ein Wein, der einem schmeckt. Worauf hierbei zu achten ist, ist die Varianz der genutzten Trauben in den bevorzugten Weinen. Es lohnt sich daher stets ein zweites Mal zu prüfen. Wem ein Pinot Noir aus dem amerikanischen Oregon schmeckt, dem schmeckt wahrscheinlich auch ein Burgundy aus Frankreich. Ein Syrah aus der Rhône Region schmeckt jedoch anders als ein südafrikanischer oder australischer Shiraz. Um einen guten Wein zu finden, ist es zugleich entscheidend den eigenen Geschmack genau zu bestimmen und durch Recherche und Versuch die eigenen Präferenzen herauszuarbeiten.

Traubenzauber Geheimtipp zum Schluss

Schraubverschlüsse sind kein Zeichen von minderer Qualität, häufig sogar ganz im Gegenteil. Laut Studien sind etwa acht Prozent aller Weine, die mit Korken verschlossen wurden durch Rückstände von Kork stark belastet oder gar untrinkbar. Ein Schraubverschluss bedeutet häufig, dass besagte Rückstände vermieden werden sollten.

Welche Weine können Sie uns empfehlen?

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.